Al(l)di(e) Kunst

„Diskount ist die Kunst des Weglassens“

aldiiiMinimalistisches Angebot ist indes traditionelles Programm. Seit der Neuorientierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bemüht sich der mittlerweile weltweit operierende Diskounter um „weniger ist mehr“ als Verkaufststrategie. Was mal als kleiner Tante-Emma-Laden 1913 begann, ist heute ein sehr erfolgreicher Rabatt-Konzern mit ganz eigenen Marketingmethoden. Geringfügigkeit ist hier das Credo, denn „unsere Werbung liegt im billigen Preis“. Lediglich Apps für Android und IPhone, wöchentliche Werbeblättchen, kleinspurige Anzeigen und ein bißchen Social-Media sollten für das Frischhalten des Images reichen.

 

Vom Design zur Wissenschaft

1970 war der Auftrag zur Gestaltung des Logos nicht nur für den Grafiker und abstrakten Maler Günter Fruhtrunk eine Denkmalsetzung in das gesellschaftliche Gedächtnis. Aldi schuf sich damit ein signifikantes Symbol, welches nicht nur für Kunden viele Assoziationen eröffnet. Darüberhinaus hat der Firmenname über betriebswirtschaftliche Theorie als Neologismus Einzug in die Wissenschaft gefunden. Mit seiner Schrift „Die Aldisierung der Gesellschaft hat Wolfgang Fritz eine kritische Perspektive auf soziale Phänomene in der Beschäftigungs- und Konsumkultur beschrieben.



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