Breaking Kult

Serien die besseren Filme?

Es gibt ja viele Serien und mit Sicherheit kann man fast von jeder sehsüchtig werden. Man muss sich nur lange genug reinsehen. Meistens die erste Staffel aushalten, womit sich so etwas wie Neugier auf den weiteren Verlauf der Geschichte und eine Art Sympathie für die Figuren entwickelt. Egal wie schlecht die Figuren und Geschichten manchmal sein mögen, wenn man warm geworden ist, schaut man alle Staffeln durch. Besonders dann, wenn man sie auf DVD bekommt oder im Netz runter laden kann. Dieses interessante Verhältnis gleicht in Teilen den Beziehungen, die manche Menschen zu anderen pflegen. Man kann nicht wirklich gut mit ihnen, aber man hat sich an sie gewöhnt. Genau aus dieser psychologischen Komponente heraus, geben sich auch immer mehr große Filmstars zu solcher, sagen wir bisher niederen Form der Darstellung hin und sind zu teilen erfolgreicher, bekannter und reicher als je zuvor.

Breaking Bad

Das es auch Ausnahmen gibt, zeigt die Serie Breaking Bad. Nicht umsonst in Deutschland nur auf Arte ausgestrahlt. Ein kultiger Geheimtipp der seines Gleichen sucht. Walter White und Jesse Penckman als die beiden Hauptprotagonisten halten den Zuschauer ab der ersten Folge in Atem. Bis zum Schluss kann kaum eine Handlung vorhergesehen werden und überrascht somit jedes mal aufs Neue mit unerwarteten aber erzählerisch stimmigen Elementen.

Story

In den ersten Folgen erscheint Walter White als eher langweiliger und selbst gelangweilter Chemielehrer, der zu dem Alltagsübel noch mit der Diagnose Lungenkrebs umgehen muss. In den USA bedeutet das der finanzielle Ruin und greift in das ein, was Walt noch bleibt: seine Familie d.h. Skyler, Walter jun. und die noch ungeborene Tochter Holly. Per Zufall und unter „Mitschuld“ seines Schwagers Hank, der als Agent bei der DEA arbeitet, begegnet Walt dem Drogenmilieu und Jesse seinem ehemaligen Schüler. Ab hier nimmt das Schicksal seinen eigensinnigen Lauf.

Am Anfang sympathisiert man noch mit der tödlich erkrankten und extrem belasteten Hauptfigur, auch wenn sie ein unmoralisches Doppelleben führt. Irgendwie scheint ja das schlechte Gesundheits- und Sozialsystem in Amerika seine Mitschuld tragen. Aber Walt erlaubt sich auch Entscheidungen, die den Rahmen einer üppigen Toleranz aufs empfindlichste treffen. Dadurch bekommt man allerdings als Zuschauer eine enorme Spannung und ein Mitfiebern mit den einzelnen Figuren in jeder Episode, in jeder Staffel und das bis zum Schluß, welcher in einem intelligenten Finale sein bedauerliches aber genial gestaltetes Ende findet.

Schon jetzt kann und muss man behaupten: Breaking Bad ist Kult!

 



Kommentare sind geschlossen.