Der mit den Ohren…

Die Assoziation dazu muss von ihm gewollt sein. Sonst hätte er es nicht getan. So ein signifikantes Merkmal breitet sich auch da aus, wo keine wirklichen Fans sind. Aber das kann Gregory Porter auch schlicht und ergreifend gleichgültig sein. So eine Stimme hat kein anderer Interpret zurzeit. Eins zu eins, live wie CD-Qualität. Das dieser amerikanische Soul-Pop-Gospel-Jazz-Künstler sich ernsthaft in einem Ort wie Bremerhaven verirrt und vor einer bei ihm mit Sicherheit seltenen Menge von ein paar Leuten auftritt, muss ein Versehen gewesen sein. Vielleicht dachte er: Der Hafen von Bremen und das es irgendwie zu Bremen gehört. Was es auch tut. Aber das Armenhaus vom Armenhaus ist leider eine ganz andere Geschichte.

Das Glück im Unglück

liegt dann bei den Zuschauern. So entspannt und voller glücklicher Annehmlichkeiten wie direkter Parkplatz vor den Toren, kein anstellen für Getränke und Co, gemütliche Atmosphäre mit Platzgarantie direkt vor der Bühne, und zurück-komm-gleicher-Platz-noch-da-Garantie, etc. gibt es in den seltensten Fällen bei einem Konzert. Auch wenn es ein Jazz-Konzert ist. Und dann dieser hochprofessionelle Ablauf mit noch hochprofessionellen Musikern, bei denen selbst einer (der Pianist) dort angekommen scheint, aussehen zu dürfen, wie ein Bühnenroadie. Ein gelungenes Konzert unter offenem Himmel mit Sonnenschein. Prädikat empfehlenswert!

 

 



Kommentare sind geschlossen.