Erlösendes Lachen – Reedeming Laughter

Erlösendes Lachen

– Das Komische in der menschlichen Erfahrung von Peter L. Berger von 1998 ist eine lustige Reise durch das interkulturelle Vermächtnis des Komischen und dessen Erscheinung in den jeweiligen Ausdrucksformen. Nach dem Klassiker von S. Freud „Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten“ und einigen anderen Ansätzen über Humor dient Bergers Schrift, als eine schöne Ergänzung zu einem lustigen Thema unter ernster Lupe.

„Humor

-das heißt: die Fähigkeit, etwas als komisch wahrzunehmen  -ist universell; es hat keine menschliche Kultur ohne diesen Faktor gegeben. Man kann diesen Zug mit Sicherheit als notwendigen Bestandteil des menschlichen Wesens betrachten. Gleichzeitig gibt es zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Gesellschaften enorme Unterschiede in dem, was den Menschen komisch erscheint, und was sie tun, um Komik zu erzeugen. Anders ausgedrückt: Komik ist eine anthropolgische Konstante und historisch relativ“

Cicero soll dazu vor bald 2000 Jahren gesagt habenl: „Der Sitz und sozusagen der Bereich des Lächerlichen…findet sich im Ungeschicklichen und Mißgestalteten, denn man lacht nur oder doch hauptsächlich über das, was etwas Ungeschickliches auf schickliche Weise bezeichnet.“ Das hat sich bis heute auch kaum verändert. Ist es doch der Bruch mit der Erwartung, die sich an einem kulturell generierten Maßstab orientiert, was uns letztendlich zum Lachen bringt.

Misfits – Classical Joke-story

Komisch auch, dass es heute nicht mehr gesellschaftsfähig ist Witze zu erzählen. Man erzählt sich nur noch Konsuminformationen, wo was neu und günstig zu erhalten ist. Aber Witze sind ein No-go. Deshalb als Gegentrend hier ein bißchen Nostalgie:

„Ein seit kurzem eingesperrter Häftling darf zum erstenmal in den Gefängnishof, um sich etwas Bewegung zu machen. Dort ruft ein Gefangener plötzlich: „Vierunddreißig!“ Alle lachen. Ein anderer schreit: „Zwanzig!“ Wieder lacht alles. So geht es eine Weile weiter. Der Neue fragt einen alten Gefangenen, was hier vor sich geht. „Verstehst du“ sagt der alte Häftling, „die meisten von uns sind schon sehr lange hier. Wir kennen schon alle die Witze, die ein anderer erzählen kann. Also haben wir sie durchnumeriert und erzählen die Witze gar nicht mehr – wir rufen nur noch die Zahlen.“

Dem Neuen leuchtet das ein: eine ausgezeichnete Idee. Er will es auch versuchen. also ruft er laut: „Einundvierzig!“ Niemand lacht. „Fünfzehn!“ Allgemeines Schweigen.

„Was habe ich denn falsch gemacht?“ fragt der Gefangene. „Das sind doch die Nummern von ganz richtigen Witzen!“

„Schon“, sagt der alte Häftling. „Aber erzählen muß man sie halt können.“

 

Heutzutage sind eher Sprüche populär, wie:

 



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