Die Kunst des Laufens

Schritt für Schritt

Ob bewusst oder unbewusst, jeder läuft seine Schritte Tag für Tag. Vorausgesetzt er ist gesundheitlich nicht eingeschränkt. Laufen ist neben liegen die gesündeste Form der Bewegung für den Menschen. Sitzen und stehen sind absolute no go´s, auch wenn diese Formen häufig im Alltag praktiziert werden. Im Zeitalter des Computers gibt es aber noch keine anderen Möglichkeiten, als vor einem Rechner zu sitzen oder alternativ zu stehen. Der Computer ist in mittlerweile vielen Ländern der Arbeitsplatz schlechthin und das tendenziell steigend.

Doch auch wenn man einer Tätigkeit nachgeht, die vielleicht das Gehen beinhaltet wie z.B. ein Postkurier, dann ist damit noch nicht garantiert, dass man sich dem Körper entsprechend gesund bewegt. Sprich die Geh- bzw. Lauftechnik gut ist. Viele Geh- bzw. Laufhaltungen sind ungesund konditioniert. Wie zum Beispiel mit vornübergebeugten Oberkörper, nach innen gedrehten Füßen. Apropos Füße. Diese werden auch in den seltensten Fällen ganz genutzt. Viele gehen auf unterschiedlichen Schwerpunkten und belasten damit ihre Gelenke. Der sogenannte „Rücken“ den man dann zu „haben“ pflegt ist eine Folge davon.

Außerhalb des Bereichs einer Tätigkeit gibt es auch andere regelmäßige Bewegungsbedürfnisse wie z.B. das Joggen. Von dem unbewussten Laufen wie es das Shoppen, Spazieren, etc. darstellt mal abgesehen. Das Joggen wird in unserer Kulturhemisphäre als die Gesundmachbewegung gepriesen, als der Ausgleich gegen die Stuhl- Gesellschaft mit „Rücken“ und findet unter ihren Anhängern das Superlativ im Marathon. Dabei ist de facto Joggen kein geziehltes Rückentraining und Jogger haben ganz oft sogar ganz schlecht trainierte Rückenmuskulatur.

Einmal von täglichen Dauerlauf angefixt träumt ein jeder „Profifreizeitjogger“ von einer Teilnahme an einem in vielen Städten organisierten Marathon und bestenfalls mit einer vorzeigbaren Erreichung einer persönlichen noch besser allgemeinen „Bestzeit“. Doch schaut man auf die Legende des Begriffs, dann bleibt neben mythologischer Figur und Ortsbenennung auch die Erzählung des Läufers, der letztenendes an Erschöpfung starb. Was bedeutet, diese über vierzig Kilometer lange Strecke ist auch ungesund. Die Buddhisten halten jegliches Herz-Kreislauf- Training für verschwendeten Atem und damit für verpuffte Energie. Blickt man auf die Marathonteilnehmer sieht man gegen Ende des Laufs den harten Kern mit „weißen Erschöpfungsdreieck“ im Gesicht sich zur Ziellinie quälen. Außer der häufig auch anzutreffenden afrikanischen Lauffreunde, die locker, flockig und mit entspannten Gesichtszügen ihres Weges traben.

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