Musik schreiben

Frau Jelinek sagt man nach, sie verschriftliche ihre musikalischen Gedanken. Dafür gibt es eigens ein intermediales Wissenschaftsportal des Elfriede Jelinek Forschungszentrums „Elfriede Jelinek und die Musik“. Hier wird die Musikalität in zwei Dimensionen unterteilt: die räumliche und die zeitliche. „Die zeitliche Dimension der Sprache verbindet die Literatur schließlich mit der Musik“ heißt es da auf der Website unter der Kategorie „Musikalität“.

Matthew Herbert fragt in seinem neuen Musikalbum „the music: a novel through sound“ das als Buch in Unbound erschienen und bereits physisch vergriffen ist, „Wozu tanzen wir eigentlich?“. Er versucht auf eine ganz poetische Art und Weise die Zwanghaftigkeit der elitären Vorstellung von Stilen durch ein gemeinsames ursprüngliches Gefühl zu befreien. Das was vielleicht die damaligen Romantiker gewollt und nicht geschafft haben bekommt hier auf neuer Ebene eine Chance.



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