Nerds politisch

Die Schuldfrage

Auf der Re:publika 2018 in Berlin ging es weniger um das hippe Leben als Nerd in einer vertechnologisierten Gesellschaft, als vielmehr um die langsam immer deutlich werdenden Konsequenzen, die die globale Digitalisierung mit sich bringt. Mit Sicherheit sind es nicht nur die boshaften -weil gierigen- Absichten der führenden Digital-Firmen, die viel Unsicherheit unter den Usern verbreiten.

Re:publikaNimmt man sich das Beispiel der Anhörung von Mark Zuckerberg, der Gründer des Social-Media Dienstes Facebook, vor dem Handels- und Justizkomitees über die Verwendung von Facebook-Daten bei den Wahlen 2016 in den USA , dann wird schnell deutlich, keiner weiß genau wie Daten unser Leben beeinflussen können. Das erschreckende daran ist auch, diese Firmen haben immer mehr Möglichkeiten und Macht den Menschen weltweit zu bewegen -Stichwort: Aufmerksamkeitsökonomie–  und sie sind sich dessen noch nicht einmal bewusst. Mark Zuckerberg wirkte in der Anhörung wie ein kleines Kind, welches „Mist gebaut“ hat. Man konnte noch nicht einmal sauer auf ihn sein. 

Menschliche Probleme mit der Technik – mit der Technik lösen?

Deshalb war das eigentliche Motto der Veranstaltung Re:publika: POP. Bedeuten kann das viel. Es verweist zumindest immer auch auf die Masse im Sinne eines Aufrufs an das (junge) Volk. Ein weiser Vorausgriff auf den nächsten technologischen Umbruch der Blockchain?



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