Oper wann ich will

Kann man Kultur streamen?

Das man Operaufführungen zu Hause ansehen kann, wann man will, zeigt uns die Platform „Theoperaplatform.eu„. Ob das von den Nachfragern erwünscht ist, weiß man nicht. Vielleicht erhofft man sich so auch den so dringend notwendigen Nachwuchs für Operetten zu mobilisieren. Aussterben sollte, zumindest nach den pessimistischen Stimmen in Deutschland, die Oper als musikalische Ausdrucksform der Kunst nach 410 Jahren (Monteverdis „l’Orfeo“ 1607) nicht wirklich.

Das Publikum im Zeitalter von „Netflixismus“

Sich unterhalten zu lassen wann man will ist seit ein paar Jahren zum Dank einiger Streaming-Dienste (kurz VoD) wie Amazon Instant, Maxdome und Netflix in Millionen Haushalten insbesondere bei jungen Menschen Normalität.

Das Diktat der Festen Uhrzeit

Ob dieses Publikum auch für kulturelle Veranstaltungen auf Abruf zu haben ist, gilt abzuwarten. Wahrscheinlicher zumindest als die „Fernseh-Fest-Programm-Gestaltungs-gewöhnte-Generation“ an soviel Flexibilität und Eigengestaltung zu gewöhnen erscheint es vorerst mal. 

Denn wer sich Jahrzehnte um eine gewisse Uhrzeit vor eine Mattscheide hat diktieren lassen, der erwartet es sogar.



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