schöne Bescherung

Alle Jahre wieder

kommt das große Unsicherheitsgefühl namentlich Weihnachten in die Gemüter jedes Einzelnen. Eigentlich eine urvertraute Tradition löst dieses Fest dennoch in fast jedem Menschen Beklemmungen aus. Weniger die Idee dieser Feierlichkeit noch die Eigenschaften dieses Ritus, wie Essen und Schenken, sondern vielmehr der Umstand, dieses mit Menschen zu zelebrieren, denen meist emotional sehr Nahe steht, aber im Alltag selten real begegnet. Genau das ist Sprengstoff für die Seele.

Ein Fest der Liebe

Auch in Zeiten der Aufklärung und mit dem Wissen, dass die Familie das stärkste Spannungsfeld schlechthin ist, sind die meisten Menschen überfordert, gelassen und locker mit Weihnachten umzugehen. Da wird gegrummelt und genörgelt, ausgehalten und zusammengerissen. Nach spätestens zwei ewig andauernden Tagen, ist es ja auch schon vorbei und man sieht sich doch erst in einem ganzen Jahr wieder. Falls überhaupt. Die ganz Schlauen verreisen, die Halbschlauen feiern mit ausgewähltem Familienanteil und für die anderen hat man plausible Ausreden und die Doofen ziehen sich das volle Programm rein. Das heißt: Fool Food. Man beobachte den „Drive In“ von Mäces und Co an den Feiertagen, erstaunlich großer Andrang. Das heißt: Zonk Geschenke. Dinge die man nicht einmal umsonst haben will und niemals braucht.

Es gibt aber noch eine Nische in diesem Dilemma für Menschen, die mit ihrer Familie eine schöne Zeit an Weihnachten verbringen. Wenn man sie fragt, was sie denn da machen, dann ist es ein einfaches „nur zusammen sein“. Kein Geschenkewahn, kein Esszwang. Vielleicht ein bißchen wichteln hier, ein bißchen naschen da, aber im Großen und Ganzen ein friedliches und schlichtes Treffen. Das kommt doch der eigentlichen Idee am nächsten…obwohl…haben die drei heiligen Könige nicht mit dem Geschenketerror angefangen?

 



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