Soziale Entropie und Hamed Abdel-Samad

Die Entropie ein aus der Naturwissenschaft entliehener Begriff der ursprünglich für die Bezeichnung einer mit Wärme verbundenen Dynamik benutzt wurde ist für Soziologen per se eine soziale Angelegenheit. Von daher braucht es nicht zwingend die Komposition „Soziale Entropie“. Doch die Wirtschaftswissenschaft will darin eine Aussicht auf die Herausforderungen in naher Zukunft sehen. Als eine Prognose für den Ansatz des  Kondratjew-Zykluses, der einen möglichen sechsten Zyklus bestimmt. 

Fragen wir dazu den Experten Hamed Abdel-Samad, einen zeitgenössischen Wissenschaftler und Publizisten und zitieren aus seinem vielbeachteten Werk: Der islamische Faschismus, eine Analyse, indem er u.a. auf die Ansätze Umberto Ecos, unser lieber und verehrter Autor, der uns leider leider letztes Jahr verließ (R.I.P.!) verweist: 

„Für Eco ist die Ablehnung von Moderne und Aufklärung ein weiteres Merkmal des Ur-Faschismus, das verbunden ist mit einem Hang zum Irrationalismus. Ablehnung von Kritik, Angst vor dem Fremden, Sexismus und Machismus sind weitere Kernpunkte. Der Faschismus lebe, so Eco, von der Obsession, „die anderen“ hätten sich gegen einen verschworen. Zu diesem Verfolgungswahn gesellt sich ein permanentes Gefühl der Demütigung, des Zu-kurz-gekommen-Seins und ein daraus erwachsender Rachedurst. Hier wird der Kampf zum Selbstzweck. Denn es ist kein Kampf ums Überleben, sondern ein Leben für den Kampf.“

Wie retten sich die „friedliebenden“ Wesen in dieser aufkommenden Unruhe? Durch Abgrenzung? Mal wieder in die altbewährte Trick-Kiste der Grenzsetzung greifen? Bloß Symptome-Bekämpfung? Hier sind alle gefragt: Nachdenken Leute!

 

 

 



Kommentare sind geschlossen.