Space-Architektur

Das wohl anspruchvollste Projekt der Menschheit

Was gibt es Herausfordernderes als eine geschlechts- und kulturgemischte Wohngemeinschaft. Doch eine für alle grundlegende Idee relativiert wohl jedes soziale Konfliktpotenzial. Vorallem wenn es um etwas so außergewöhnliches geht: Das größte künstliche Objekt im Erdorbit

spacearchitekturDie bemannte internationale Raumstation ist wohl ein Schritt der Menschheit in eine vernünftige und vor allem konstruktive Richtung. Nicht umsonst warten die einzelnen beteiligten Nationen ihre beigesteuerten Module zur kontinuierlichen Erweiterung dieser Station mit symbolischen Namen auf. Von „Columbus“ (ESA)  bis „Hoffnung“ (JAXA) und von „Morgenröte“ (Roskosmos) bis „Schicksal“ (NASA). Die aktuelle Crew aus drei Russen, zwei Amerikanern und einem Italiener

Das größte Kunstwerk des Menschheit

Die Architektur und die soziale Zusammenarbeit sind seit jeher die Superlative der menschlichen Bewältigung. Doch man arbeitet emsig an beiden Challenges, ungeachtet zwischenzeitlicher Ernüchterung. Die ISS frißt seit ihrem Start 1998 ein Budget von ca. 150 Milliarden US- Dollar. Nach Messungen von 2012 fliegt sie mit einer Kreisbahngeschwindigkeit von in etwa 7 km/s alle eineinahlb Stunden um die Erde. Sie hat eine Bahnhöhe von 370- 400 km und eine Bahnneigung von ca. 50 Grad Celsius. Dieses Weltraummonument ist modular aufgebaut. Einzelene Teile werden von Trägerraketen und Raumfähren (bisher 37 Shuttleflüge) step by step aufgebaut. Es kommt damit zu einem bisherigen Gesamtgewicht von 400 Tonnen bei einer Länge von ca.  110 Metern mit den Solarmodulen von über 70 Metern. Diese Maße haben absolute Rekordhöhe erreicht.

Soziale Angelegenheit

spacearchitektur4Die Nachfrage einer Beteiligung ist von großer Interessanz. So haben Brasilien und Indien ihre Mitnutzung angekündigt. Mit China läuft es von Seiten der Amerikaner noch kompliziert. Doch auch dieses Problem wird seine Lösung für alle finden. So sind aber Gäste auch immer willkommen. Nach Tito und Simonyi waren es bisher sieben Spacetouristen der insgesamt 209 Personen, die die ISS besuchten. Eine Woche all inklu kostet 20 Millionen US- Dollar Die Wohn- und Arbeitsmodule stehen unter Druck d.h. sie simulieren irdische Atmosphäre. Es gibt sogar eine Panorama- Plattform „Cupola“. Ein Aussichtsfenster von drei mal 1,5 Metern mit sechs großen Seiten- sowie einem Dachfenster. So läßt sich das große schwarze Nichts bewundern und man wird wohl wieder von zu Hause träumen. Was auch immer das ist.

 

 



Kommentare sind geschlossen.